Meine Diplomarbeit untersucht die Verbindung von Mal- und Gestaltungstherapie (MGT) und Tarot im Rahmen eines Gruppenprojekts in freier Praxis. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass sowohl MGT als auch Tarot auf einem gemeinsamen tiefenpsychologischen Fundament beruhen und die Psyche über Bilder, Symbole und archetypische Prozesse erfahrbar machen.
Der theoretische Teil beleuchtet zentrale Konzepte der Analytischen Psychologie C. G. Jungs, darunter das kollektive Unbewusste, Archetypen, Symbolbildung, Individuation sowie die transzendente Funktion. Die Große Arkana im Tarot wird dabei als symbolischer Entwicklungsweg verstanden, der psychische Wandlungsprozesse sichtbar macht. Gleichzeitig wird aufgezeigt, wie die MGT einen geschützten kreativen Raum bietet, um diese inneren Prozesse gestalterisch zu bearbeiten und erfahrbar zu machen. Im praktischen Teil wird das Gruppenprojekt „KreativTarot“ anhand einer Fallvignette vorgestellt.
Die Arbeit versteht sich als Beitrag zu einer integrativen therapeutischen Praxis, die MGT, Tarot und tiefenpsychologische Ansätze miteinander verbindet und dabei den Fokus auf Selbstermächtigung, Ressourcenorientierung und Individuation legt.
Diplomarbeit zum Abschluss der Ausbildung zur Mal- und Gestaltungstherapeutin am MGT Seminarinstitut Erwin Bakowsky GmbH.
Vorgelegt von Mag. Octavia Peyrou
octavia@octavia-peyrou.at
Einzelsupervision: Mag. Barbara Aschenbrenner, MAS
Begutachtung: Mag. Dr. Sabine Riesenhuber
Eingereicht bei: Erwin Bakowsky MSc. / MA (MGT-Institutsleitung). Wien, Mai 2026